Da leuchteten nicht nur Kinderaugen
Die Eisenbahn-Freunde-Allensbach verzückten Groß und Klein mit Modelleisenbahnen
Martin Motz denkt als Gründungsmitglied der Eisenbahn-Freunde-Allensbach noch gerne an die Anfangszeit zurück. Sein Ziel war es, die Eisenbahnen aus den privaten Kellern an die Öffentlichkeit zu holen. Die Geburtsstunde war der 7. Dezember 2003 des ersten Treffens der Interessierten am Bahnhof Allensbach, weil am selben Tag nur im Jahre 1835 der erste Zug gefahren war. Ein historisches Datum also. Und es funktionierte.
Leuchtende Kinderaugen vor schneebedeckten Miniatur-Landschaften.
(c) Corinna S. Heyn
Heute hat der Verein rund 90 Mitglieder und ein Teil davon arbeitet fleißig an einer ersten eigenen Modellbahnanlage, die in der Modellbahnausstellung in der Bodanrückhalle Allensbach auch gezeigt wurde. „Es handelt sich um circa 180 Meter gerader Strecke und insgesamt mit den Kurven um 200 Meter Eisenbahnlinie“, erzählt Martin Motz. Die Eisenbähnler legen tüchtig Hand an einen zweistöckigen Kopfbahnhof mit 12 Bahnsteiggleisen, 13 Güterabstellgleisen, einem Bahnbetriebswerk und einem Rangierbahnhof. Das Jugend-Team mit seinen 18 Teilnehmern bis 17 Jahren werkelt an einer H0 3L-Modulanlage. „Die Jugendabteilung hat so ihre eigenen Vorstellungen von einer Anlage. Es gibt zum Beispiel Banküberfälle. Die Jungen, also auch die Besucher, die zahlreich aus Süddeutschland und der Schweiz zur Ausstellung kommen, mögen auch gerne moderne Züge wie den ICE“, weiß der Vorsitzende. Die Älteren hingegen schwelgen in der Erinnerung an Dampfloks. Kleine und große.
Dieter Prokopetz mit einer Lok, die noch aus seiner Kindheit stammt.
(c) Corinna S. Heyn
Nicht nur die Superlative mit der riesigen Modellbauanlage des Vereins macht Eindruck, sondern auch die überaus liebevoll in Kleinarbeit gefertigten Eisenbahn-Modellbau-Anlagen von Dieter Prokopetz, der seine Eisenbahnen aus der Kindheit gerettet hat. Da er zudem vom Segeln und vom Zirkus inspiriert ist, finden sich in seinen entzückenden Landschaften auch ein Zirkuszelt, das er selber gebaut hat und Bahnhöfe aus Blech sowie Mini-Boote. Für eines auf seiner eigenen Werft benötigte er einen ganzen Tag. Als ehemaliger Zahntechniker ist er an Feinarbeit gewöhnt. „Die Schienen sind noch von Märklin. Die wurden vor dem Krieg gefertigt. Und die Blechteile für die Wägen und Bahnhöfe sammelte ich über 20 Jahre lang“, schwärmt Dieter Prokopetz. Einen Weihnachtsmarkt hat er auch gezaubert mit einem Tunnel, kleinen selbst gemachten Laternen, die funkeln, 176 Figürchen und 28 Häuschen. Ganze 600 Arbeitsstunden hat der leidenschaftliche Eisenbahnfreund investiert. Selbst Autos, die ihm für seine Miniatur-Landschaften zu groß waren, halbierte er einfach. Wenn er nicht mit seinen Eisenbahnen „spielt“, dann ist er im Sommer mit seiner Frau drei Monate auf seinem Segelboot unterwegs. Und damit glücklich.
Das kleine Zirkuszelt fertigte der gelernte Zahntechniker Dieter Prokopetz selbst an. Er ist auch vom Zirkus fasziniert, der früher per Bahn eintraf.
(c) Corinna S. Heyn
Ein anderer Eisenbahn-Freund steht mehr auf große Loks und sammelt seit sechs bis sieben Jahren Loks, Wägen, Anlagen. Seine Loks fahren mit Dampf und einige könnten mit Oberleitung fahren. Stolz zeigt er, dass einige seiner Wägen Kardanwellen haben, die sehr schwer sind. Das Getriebe ist noch aus Metall. Vor allem der Hersteller Hübner baute diese Modelle. Dennoch ist Märklin führend und am meisten vertreten. Damit das Ambiente rundum stimmt, verpflegten Schaffner in Uniform die zahlreich einströmenden Interessierten, die teilweise acht Stunden blieben und sich von der Welt der Eisenbahn verzaubern ließen.
(c) Corinna S. Heyn
Ein anderer Eisenbahn-Freund steht mehr auf große Loks und sammelt seit sechs bis sieben Jahren Loks, Wägen, Anlagen. Seine Loks fahren mit Dampf und einige könnten mit Oberleitung fahren. Stolz zeigt er, dass einige seiner Wägen Kardanwellen haben, die sehr schwer sind. Das Getriebe ist noch aus Metall. Vor allem der Hersteller Hübner baute diese Modelle. Dennoch ist Märklin führend und am meisten vertreten. Damit das Ambiente rundum stimmt, verpflegten Schaffner in Uniform die zahlreich einströmenden Interessierten, die teilweise acht Stunden blieben und sich von der Welt der Eisenbahn verzaubern ließen.
© Corinna S. Heyn
Videos bei Youtube: CorinnaHeynMA
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